Weltrekordler, Spaßvogel, Spitzenpilot...

Uli Dembinski

... es gibt wohl noch viele weitere, ähnliche Synonyme die auf Uli Dembinski zutreffen. Dass er der wohl erfolgreichste, beste und beliebteste deutschen Kunstflugpiloten ist, brauchen wir nicht zu erwähnen. Egal wo Uli auftaucht, die Cobra sorgt für Stimmung und rockt jede Airshow.
Die Geschichte des Vollblutfliegers ist jedoch schnell erzählt. Wie nur wenige konnte er schon Fliegen bevor er Autofahren durfte. Erster Segelflug mit 14, Segelschein mit 15 und PPL mit 17 Jahren. Seither hat er mehr als 3.300 Flugstunden (400 im Kunstflug) auf über 70 Flugzeugmustern an Erfahrung gesammelt (und natürlich auch einige Autofahrten hinter sich). Nach wie vor ist es sein Ehrgeiz und auch der Antrieb, wie er es ausdrückt "ein Flugzeug so zu beherrschen, wie ein eigenes Körperteil".
Erfolge feierte Uli auch bei 22 Teilnahmen an nationalen und internationalen Wettbewerben. Zwölf mal stand er dabei auf dem Treppchen u.a. als Deutscher Meister Advanced 1999 und als bester Deutscher bei den Kunstflugweltmeisterschaft 2000 mit Platz 16. Seinen größten Titel errang er vor rund einem halben Jahr. Unvergesslich bleibt sein Weltrekord mit 222 in Folge geflogenen Loopings, den er im August 2007 während der Rhein Main Classics in Oppenheim aufstellte. Trotz kleinen Problemen mit der Kühlung seines Motors, gelang ihm dieser Husarenritt. Wir gratulieren Ihm nochmal ganz herzlich zu diesem Rekord.
Uli Dembinski - das ist Airshow Entertainment as its best.

The Cobra

The Cobra??? Warum wird Uli eigentlich mit einer Schlange in Verbindung gebracht, fragen sich viele wenn sie zum ersten Mal seinen Namenszusatz hören. Das hat einen ganz einfachen Grund. Die Cobra ist eine spektakuläre Kunstflugfigur, die er selbst kreiert hat: Die Maschine bäumt sich aus dem Horizontalflug fast übergangslos steil auf, steht senkrecht, bewegt sich aber trotzdem horizontal weiter, um dann wieder in den Geradeausflug zu kippen. Das hat tatsächlich etwas von einer Kobra auf Angriffskurs.
Uli´s Schwerpunkt liegt voll und ganz auf der Show, auf Artistik, auch auf Nervenkitzel... Eine weitere Spezialität von ihm ist es im Rückenflug, bei geöffneter Kabinenhaube aus dem Flieger zu winken. „I hate planes with limits“ - nicht zuletzt eine Einstellung die Uli wohl so erfolgreich macht.

Yak 55 - "Theo"

Uli´s Flugzeug ist eine russische Yak 55. Die LY-AGL ist ein reinrassiger Kunstflieger und wurde für die Saison 2001 neu angeschafft. Sie flog im Dezember 1987 zum ersten mal und wurde im Jahr 2000 generalüberholt. Rumpf, Flügel, Motor, Propeller und sogar das Instrumentenbrett wurden komplett überholt und auf Neuzustand gebracht. Mit einem 360 PS starken 9-Zylinder Sternmotor sind Steigraten bis 16m/s möglich, die nötige Leistung für Uli´s Programm. Eindrucksvoll ist auch die Rollrate der Yak: mit 330°/s dreht sich Uli in der Sekunde fast einmal um die eigene Achse. Alles in allem nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden und aus der Nähe ein Leckerbissen für Ihre Zuschauer. Und sogar einen Namen hat sie: Theo, der Name von Uli´s Vater. Trotz alle dem bleibt die Yak eine Diva: "Wenn Du einen Fehler machst, schickt sie dich auch ins Nirvana“, urteilt Uli mit einem Grinsen.

Publikums-Kunstflug mit Uli „die Cobra“ Dembinski

Uli Dembinski hat bei seinen Kunstflugvorführungen so viel Erfolg - messbar an der Begeisterung der Zuschauer! - weil er für das Publikum fliegt!
Das kommt natürlich nicht von ungefähr, da steckt viel Arbeit und Sorgfalt beim Ausarbeiten der Kunstflugfiguren dahinter, die nicht selten auch eigene Kreationen sind. Das Rezept von Uli: es genügt nicht, zu zeigen, was man als erfolgreicher Wettkampfkunstflieger technisch beherrscht. Es reicht auch nicht, zu demonstrieren, welche Showeffekte man als erfahrener Airshow-Pilot kennt. Den Vorteil für die Zuschauer macht bei Uli aus, dass er Freude daran hat, sein Programm quasi aus den Augen der Gäste zu sehen - und danach ausfeilt, was das Publikum begeistert!
Dass gerade dieser Anspruch sehr viel Training verlangt, sieht man dann bei der Vorführung nur noch daran, dass die Figuren sich „wie von selbst“ elegant zusammenfügen und mit einer zuschauerfreundlichen Langsamkeit und Leichtigkeit von Uli regelrecht an den Himmel getanzt werden. Als ginge das „einfach so“ – ungläubiges Staunen und über den Rücken laufende Schauer inbegriffen.

Als weitere Besonderheit bietet „die Cobra“ eine interaktive Airshow mit musiksynchronen Figuren: Uli fliegt tänzerisch zur extra für ihn geschriebenen Musik „You make me fly“. Und während der Vorführung führt Uli über Funk ein Gespräch mit dem Moderator der Airshow oder einem Zuschauer, das über die Lautsprecheranlage von den Zuschauern mitverfolgt werden kann und die Nähe zwischen Publikum und Kunstflieger dramatisch verbessert! Abgerundet wird der Erlebniswert für die Zuschauer dadurch, dass Uli „die Cobra“ nach der Show zum Publikum geht, Autogramme gibt, mit den Leuten redet - einfach präsent ist: ein „Flugschau-Star zum Anfassen“

Danke an die Cobra

Nicht nur uns hat Uli auf zahlreichen Airshow´s zutiefst begeistert. Tausende von Menschen werden ihm auch diese Saison auf den vielen Airshows wieder zujubeln. (u.a. bei Tannkosh; weitere Termine ab April unter www.acrosports.de) Und dieses Jahr hat Uli nicht nur ein neues Programm mit seiner Yak 55 im Gepäck, sondern wird auch auf einem Segelflieger Kunstflug der spitzenklasse bieten. Freuen wir uns auf die Cobra in 2008 und warten gespannt auf´s neue Programm bei dem bis jetzt nur eins sicher ist: Er will uns überraschen, und wir können sicher sein: Es wird ihm gelingen!

Schließlich möchten wir uns noch ganz herzlich bei Uli Dembinski für die Realisierung dieses Porträts und die klasse Airshows, die wir 2007 mit Ihm erleben durften, bedanken.
Vielen Dank auch an Bernhard Schnekenburger für seine Unterstützung.

Text: © Bernhard Schnekenburger & Mathias Grägel
Bilder: © Charly & Mathias Grägel / GME-AirFoto 2007