Oldtimerfliegertreffen Hahnweide 07.-09.09.2007

Zum nun schon 14. mal war das Segelfluggelände Hahnweide bei Kirchheim/Teck vom 07. bis 09.September 2007 wieder das Mekka von OLDTIMER - Piloten und Freunden alter Flugzeuge aus ganz Europa. Das alle zwei Jahre stattfindende Oldtimertreffen gehört neben den Veranstaltungen im englischen Duxford und im französischen La Ferté-Alais zu den größten dieser Art in Europa. Über 40.000 Zuschauer kamen trotz durchwachsenem Wetters auf den Flugplatz am Rande der schwäbischen Alb um ein tolles Fliegertreffen zu erleben. Auch wir waren an allen drei Tagen vor Ort.

Toni Eichhorn T6 - Kittyhawk P-40 - B25 Mitchell - P51 Mustang

Freitag

Nicht nur bei uns war die Stimmung eher getrübt, als wir am Freitag Nachmittag bei 16 Grad und Regen auf der Hahnweide ankamen. Wer es einigermaßen trockenen Fußes durch den Schlamm (ehemaligen Parkplatz) geschafft hat, stand dann, an der leider sehr kleinen Flightline, durchnässt im Regen. Dass bei diesem Wetter der Flugplatz im Hauptbereich fast komplett mit Zuschauern gefüllt war, zeigt was für einen großen Stellenwert die Hahnweide unter den deutschen Airshows hat und welche Faszination für die Fliegerei hier herrscht. Und auch manch ein Pilot wäre bei diesem Wetter wohl nicht durch die Wolkensuppe geflogen, hätte das Ziel nicht Hahnweide geheißen. Beeindruckend war wie, gegen 17,00 Uhr als der Regen einigermaßen nachließ, Flieger um Flieger aus der immer weiter auflockernden Wolkendecke fielen. Und so standen am Abend dann doch noch ca. 100 Maschinen in der FlightLine. Die wirklich allerletzten die an diesem Tage zur Landung ansetzten, waren die beiden Franzosen, Capel und Mathis, mit den Warbirds Yak11 und P-51 Mustang. Bei der Landung gegen Sunset, wurde die Bahn mit Autos beleuchtet da die Sicht schon mehr als kritisch war. Und war es ohnehin nicht schon zu dunkel, setzte Marc noch zu einem tiefen schnellen Überflug mit der Mustang an, bevor er ins Final der 31 drehte. Eine Gänsehautatmosphäre! Diese kam auch auf als wie schon vor zwei Jahren 5 Junkers Ju-52 am Spätnachmittag in Formation die Hahnweide überflogen.
Und die Fliegergruppe Wolf Hirth gab den Besuchern noch mehr Grund zur Freude, denn Wetterbedingt wurde auf den Eintritt verzichtet.

P51 Ankunft Freitag Abend - Junkers Ju52 5er - T28 - Curtiss Robin - Ju52

An2 - Bleriot XI - de Havilland Dove LTU - Piper PA18 - Piaggo 149 "Pitschi"

Samstag

Der Samstagmorgen ließ dann bei Piloten, Veranstalter und allen Fliegerfreunden schon mehr Freude aufkommen. Das Wetter hatte sich doch stark verbessert und so konnten den ganzen Vormittag über die Maschinen anreisen. Ab 10 Uhr begann dann das fast 8 Stunden dauerente Spektakel mit der T-28 von George Kern als erstem Programmpunkt. Dass wie jedes Jahr tolle Programm bot von den bekannten, ja schon fast traditionellen, Stammgästen, bis hin zu einzigartigen Highlights in Europa einfach alles was das Fliegerherz begehrt.
So war Peter Teichmann mit der einzigen in Europa flugfähigen P-40 Kittyhawk von England über den Kanal zur Hahnweide gekommen. Die Eichhörner gehörten mit der T-6 Formation zwar zum Stammpersonal, prämierten allerdings mit der L-29. Zum ersten Mal war nun auch der Düsensound zu hören.
P-51 Mustang, Spitfire XIX, B-25, 6xT-6, Yak-3u/11 und 5xJu52 waren die großen Stars und trieben nicht nur den vielen Warbird-Fans ein Grinsen ins Gesicht. Auch Kunstflugdisplays gab es wieder zu sehen. Neben dem Hausherren Klaus Lenhardt auf Extra 300L und seinem Partner Albert Winter mit dem Modell, waren das Flieger Revue Airshow Team und die P3 Flyers aus der Schweiz auf der Alb zu sehen.
Der bei den Zuschauern wohl beliebteste Pilot des Wochenendes war Eric Goujon. Er flog nicht nur ein tolles Display mit der Spitfire XIX von Christophe Jacquard, sondern begeisterte auch durch seine sympathische, menschliche Art. Nach seinem Display, kaum dass er aus seiner Maschine geklettert war, hob er ein kleines, gehbehindertes Mädchen über den Zaun und setzte es in das Cockpit des 60 Jahre alten Warbirds.
Zwar verstummten mit dem letzten Licht dann auch die Flugmotoren, aber die Show auf der Hahnweide war noch lange nicht beendet. Wie immer dauerte die fröhliche Party in den verschiedenen Hangars der Fliegergruppen, noch recht lange an.

Extra300L - Ju52 Pilot Uwe Badow - Yak11 - Broussard - Piper Formation "Bravo Lima"

North American T-6/Harvard/Texan/SNJ

Habicht - Saab Safir - Globe Swift - Yak18 - Doppeldecker

Sonntag

Der frühe Vogel fängt den Wurm - das Sprichwort gilt auch auf der Hahnweide. Denn von 7.00 bis 9.00 Uhr gehört die Flightline den Flugzeugfans. Die frühe Anreise nehmen viele gerne in Kauf um sich ihre Lieblinge einmal aus aller nächster Nähe anzusehen. Hingegen hat manch Pilot um diese Uhrzeit noch nicht allzu viel geschlafen...
Die ersten Displaypiloten hatten allerdings nicht nur mit Schlafmangel zu kämpfen. Die Wolkenuntergrenze war nicht all zu hoch und so verschwanden sie schnell in im endlosen weiß. Aber der Himmel klarte sehr schnell auf und so konnte bei Sonnenschein das fast gleiche Programm wie schon am Samstag vorgeflogen werden. Zwischen den Vorführungen starteten immer wieder die Rundflugmaschinen. Ju52, Broussard, An-2 und der Sikorski S-58 Hubschrauber waren im ununterbrochenen Einsatz.
Im Flugprogramm gab es neben den schon erwähnten Warbirds auch wieder viele Oldtimer zu sehen. Mit den Mustern Bücker Jungmann/Jungmeister, FW Stieglitz, Stearman, TigerMoth, An-2, Dragon Rapid, Stampe SV4 und Staggerwing war so ziemlich alles was zwei Flügel besitzt in der Luft. Und auch weitere Raritäten wie die Potez 60, Bleriot XI, Pilatus P-2, Chipmunk, Me 108 (3X), Volksplane, Cutris Robin von Günther Kälberer, etliche Piper Cub Varianten, Globe Swift, Piaggio 149, Do27, LTU Dove, Piper PA25 und noch viele weitere, waren zu bestaunen. Die Typenvielfalt, die sich auch bei den Segelfliegern fortsetzte, war wie immer einmalig in Europa. Ein weiteres Highlight war wieder einmal Peggy Kraniz mit ihrer Wingwalking Show.
Nachdem sich der Platz ab 15.00 Uhr schon merklich leerte, ging das 14. Fliegertreffen dann gegen 18.00 langsam dem Ende entgegen. Dietmar Eger mit der Yak 3U flog das letzte große Display und die Aufbruchstimmung setzte auch bei uns ein. Ein schönes Fliegerwochenende ging langsam zu Ende.

Yak 3U - B25 Mitchell - P3 Flyers - Wingwalking Lady Peggy - Michael Carlson Piper J3

P40 Kittyhawk - Cockpit Spitfire - Spitfire - P51 Mustang

Fazit

Wie schon seit Jahren war es auf der Hahnweide wieder einmal ein gigantisches, einmaliges, tolles Wochenende. Selbst beim 14. mal lockte die Hahnweide, bei teilweise Regenwetter, wieder Zuschauer in Massen an. Auch wir hatten ein klasse Wochenende sowohl am Tag als auch in der Nacht. Wie immer war es schön viele Fliegerfreunde zu treffen und tolle Tage unter Fliegern zu verbringen.
Bedanken möchten wir uns bei Hansi Merath und seinen Pressedamen für die tolle Unterstützung und Betreuung während des ganzen Wochenendes und bei Stefan Kessler vom Multimedia Bereich.
Und beim nächsten Treffen vom 04.-06.09.2009 gibt’s ja auch schon ein kleines Jubiläum zu feiern, wenn es zum 15. mal heißt: Oldtimerfliegertreffen auf der Hahnweide bei Kirchheim/Teck. Wir sind sicher wieder dabei; keine Frage.

Impressionen

Flugtag kann so entspannend sein (Wingwalkers) - Yak11 Night Flight Line - Zuschauer - GME Team - Hahnweide Gelände

Die Bilder von der Hahnweide in bester Qualität gibts wie immer auf einer Foto - DVD im Shop:
Shop - Hahnweide 2007

Text: © Mathias Grägel
Bilder: © Charly & Mathias Grägel / GME-AirFoto 2007