Fliegerschiessen Axalp – Ebenfluh (CH)


oder das Fliegerschiessen, welches gar nicht stattfand.

Beim alljährlichen Fliegerschiessen auf der Axalp sollte in diesem Jahr erstmals öffentlich der JAS-39 Gripen einem breitem Publikum beim scharfen Kanonenschiessen und der Beweglichkeit im Gebirge präsentiert werden. Ende September haben der Schweizer Stände- und Nationalrat der Beschaffung von 22 Gripen E/F für die Schweizer Luftwaffe zugestimmt, womit die letzte parlamentarische Hürde für den neuen Kampfjet genommen wurde. Im nächsten Jahr wird nun die Schweizer Bevölkerung in einem Referendum final über den Kauf entscheiden. Aufgrund des schlechten Wetters mussten die offiziellen Zuschauertage und damit die eigentliche Demonstration am Mittwoch/Donnerstag (09. – 10.10.2013) leider abgesagt werden. Somit fiel auch die erhoffte PR für den Gripen dem Hochnebel zum Opfer. Die Trainingsflüge, bei denen je ein Schweizer und ein Schwedischer Testpilot die beiden Gripen pilotierten, konnten am Montag & Dienstag jedoch noch wie geplant stattfinden. Am Dienstag konnte fast die komplette Demonstration durchgeführt werden, ehe Hochnebel die Sicht auf das Geschehen versperrte. Solodisplays von PC-21 & SuperPuma, SAR – Demo mit EC635, die Patrouille Suisse und natürlich das scharfe Schießen von F/A-18 Hornet, F-5 Tiger und der Gripen konnten vorgeführt werden. Die insgesamt drei JAS-39 Gripen C kamen von der „Försökscentralen“, der Test– und Erprobungseinheit der Schwedischen Luftwaffe aus Linköping in die Schweiz und operierten für knapp eine Woche vom Militärflugplatz Payerne aus. Bereits einige hundert Enthusiasten aus der Schweiz, dem benachbarten Ausland und bis aus Übersee nahmen an den Trainingstagen den anstrengenden Weg hinauf zum Fliegerschiessplatz Axalp – Ebenfluh auf sich. Sie sind wohl alle, sofern stimmberechtige Eidgenossen, schon vom Gripen überzeugt. ▪

Flieger Revue 12/2013

Axalp2013_03

Text: © Mathias Grägel
Bilder: © Charly & Mathias Grägel / GME-AirFoto Oktober 2013