Fliegerschiessen Axalp – Ebenfluh (CH)


Das Fliegerschiessen auf der Axalp musste auch 2015 komplett abgesagt werden. Wie schon in 2013 fielen die offiziellen Zuschauertage und damit die eigentliche Demonstration am Mittwoch/Donnerstag (07. – 08.10.2015) dem widrigen Wetterbedingungen zum Opfer. Nach 2011 und 2013 ist es bereits die dritte wetterbedingte Absage innerhalb von fünf Jahren, 2014 wurde das Event aufgrund der großen Airshow AIR14 nicht durchgeführt. Nebel und Wolken in den Hängen des Schiessplatzes und starker Regen machten es den Piloten unmöglich auf der Axalp zu fliegen. Trotz des Wetterpechs in den letzten Jahren ist ein früherer Termin für die Durchführung keine Option. „Das ist aus vertraglicher Sicht nicht möglich. Mit den Alpgenossenschaften, welche das Land rund um den Schiessplatz Axalp-Ebenfluh besitzen und mitbenutzen, bestehen Verträge, die eine Nutzung der Axalp durch die Luftwaffe jeweils nur vom 1. Oktober bis 31. Mai vorsehen“, klärt Luftwaffensprecher Jürg Nussbaum auf. „Die Kühe, Schafe und Geissen sind im Sommer auf der Alp. Deshalb kann das Fliegerschiessen erst stattfinden, wenn das Vieh wieder im Tal ist.“
Zumindest konnte am Montag und Dienstag noch geflogen werden. Die Solodisplays von PC-21, Super Puma und Patrouille Suisse und natürlich das scharfe Schießen von F/A-18 Hornet und F-5 Tiger konnten Montagnachmittag und Dienstagvormittag trainiert werden. Bereits einige hundert Enthusiasten aus der Schweiz, dem benachbarten Ausland und bis aus Asien nahmen an den Trainingstagen den anstrengenden Weg hinauf zum Fliegerschiessplatz Axalp – Ebenfluh auf sich. Nirgendwo sonst auf der Welt kann der scharfe Waffeneinsatz von Jets aus solch geringer Entfernung betrachtet werden. Nach dem scharfen Schuss auf die verschiedenen Ziele im Hang verschwinden die Tiger und Hornets nach der Schussabgabe bei 800 km/h unter Einsatz des Nachbrenners jeweils wieder beeindruckend schnell in den Deckungen, welche ihnen die Berge und Täler bieten.▪

Flieger Revue 12/2015

Axalp2015

Text: © Mathias Grägel
Bilder: © Mathias Grägel / GME-AirFoto Oktober 2015