Dass die Briten ihre Geschichte und technischen Leistungen zu pflegen wissen, beweist einmal mehr das Royal Airforce Museum in Hendon. Rund 10 Miles nördlich des Stadtzentrums von London liegt, auf dem Gelände der ehemaligen RAF Airbase Hendon, das Royal Airforce Museum. Zusammen mit dem RAF Museum in Cosford bildet Hendon das Britische Nationalmuseum für Luftfahrt. Das Gelände auf denen die Museumshallen stehen besitzt eine große Historie. Die erste Flugschule des Landes wurde 1912 hier gegründet und 1917 baute Claude Grahame-White hier in Hendon Englands erste reine Flugzeugfabrik.
Eingeweiht wurde die Ausstellung am 15. November 1972 durch die Queen und beherbergt rund 100 Ausstellungsstücke. Unterteilt ist das Museum in 5 Bereiche, wobei jeder für einen Zeitraum der britischen Luftfahrthistorie steht.
Battle of Britan Gedenktafeln an der Themse in London
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Milesstones of Flight Collection
In der 2003, zum 100-jährigen Jubileum des Motorfluges, durch Prince Philip (Duke of Edinburgh) eingeweihten Milesstones of Flight Hall befinden sich die größten Errungenschaften der Luftfahrtgeschichte. Beeindruckend ist vor allem die silberne Spitfire, welche im Eingangsbereich aufgestellt an der Wand zu betrachten ist. Neben einer orginalen Bf109 und Bleriot XI befinden sich noch viele weitere Milestones of Flight in diesen heiligen Hallen.
Milestone Spitfire - Bleriot XI - P51 Mustang - Bf109 "black 6" mit Hawker Hart I
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Me 262 - Gipsy Moth - Harrier - Kawasaki Ki1001 - Hawker Tempest
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Grahame-White Factory Collection
Die neueste Ausstellungshalle ist die Grahame-White Factory Collection. Das Gebäude wurde im Stil der ersten britischen Flugzeug-Fabrik wieder aufgebaut (siehe oben). Die ganze Halle wurde restauriert und umfasst die überlebenden Viertel der ursprünglichen Fabrik. Es wurden bei der Restauration alle Original-Metall-Überdachung, Türen, Fenster und andere Einrichtungen verwendet, was der ganzen Halle einen unvergleichlichen flair gibt. Selbst die neuen Ziegel sind genau wie die Originalen.
Jedes der ausgestellten Flugzeuge, welche alle im gleichen Zeitraum wie das Gebäude entwickelt worden sind, ist eine wahre Rarität. Neben mehreren orginalen Sopwith Tpyen(Pub, 1½ Strutter, Triplane) werden unter anderem Avro 504K, Vickers FB5, Bleriot XXVII, Bristol M1c, Caudron G3, Hanriot HD1, Royal Aircraft Factory SE5A und eine Vickers Vimy präsentiert. Die Grahame-White Factory ist taglich nur von 10-12 Uhr unter Aufsicht zu besichtigen.
Grahame-White Factory Collection - Avro 504K - Vickers FB5
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Bleriot XXVII - Vickers Vimy - Sopwith 1½ Strutter - Royal Aircraft Factory SE5A - Bristol M1c
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Bomber Hall Collection
In diesem Teil des Museums wird die Entwicklung der Bomberflugzeuge vom ersten Weltkrieg bis heute dargestellt.
Ein Teil der Halle soll an die 131,000 im zweiten Weltkrieg gefallenen jungen Männer, die in den alliierten Bombern geflogen sind, erinnern.
Die Exponate der Bomberhall reichen von der seltenen deutschen Heinkel He162 bis hin zur mächtigen Lancaster, welche zutiefst beeindruckend in der Mitte der Halle präsentiert wird.
Halifax Wrack - Lancaster - Wellington - B17 - Hawker Siddeley Buccaneer S2B
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Historic Hangars Collection
Die Collection besteht eigentlich aus 5 verschiedenen Teilbereichen der Royal Airforce History: Jets, Whirling Rotas, Wings Over Water, Fighters, The RAF Overseas. Dieser größte Ausstellungsraum wurde in den ehemaligen Gebäuden der RAF Base Hendon. Zu bewundern gibt es alles was die Briten je in ihrer Geschichte geflogen sind. Von der Harvard T-6 bis zur legendären Phantom.
Merlin EH101 - Supermarine Southampton - Bristol Bulldog MkIIA - Gladiator Wrack - Lightning F6
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Hawker Hunter - Spitfire Mk.24 - Vampire F3 - P47 Thunderbolt - Tornado und F4 Phantom
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Battle of Britain Collection
"Die Ausstellung erzählt die Geschichte der ersten entscheidenden Luftschlacht der Welt - als die Royal Air Force allein der deutschen Übermacht entgegenstand." Das die Briten ein bisschen heroisch sind, wird schon bei ihrer Definition der "Luftschlacht um England" deutlich. Dem Luftfahrtfreund jedoch kann dies nur recht sein, den ob sonst wohl noch so viele seltene Maschinen dieser Zeit zu sehen wären??
Die Battle of Britain Hall ist den zwischen Mai und September 1940, während der Luftschlacht, gefallen britischen Piloten gewidmet. Aber nicht nur hier, sondern auch in der Londoner Innenstadt wurde ein Denkmal zu Ehren der so wenigen denen so viele so viel, wie nie zuvor in der Geschichte menschlicher Konflikte, zu verdanken hatten, errichtet. ("Never in the field of human conflict was so much owed by so many to so few" Winston Churchill 1940)
Hawker Hurricane - Spitfire Mk.I - Shorts Sunderland - Teil einer abgeschossenen Do215 (Britische Staffelerfolge)
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Bf Me109 E - die letzte komplett erhaltene Me 110 mit DB605 - die einzige Ju87 Stuka in Europa - Heinkel He111 - Fiat CR 42
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Fazit
Das Royal Airforce Museum in Hendon/ London ist für jeden Luftfahrfan sehr zu empfehlen und eine Reise wert. Die Exponate sind in hervorragenden Zustand und von der Londoner Innenstadt ist man innerhalb 30 Minuten in mitten lebender Geschichte. Im Gegensatz zu den relativ teueren britischen Airshows muss man für diese Raritäten nicht einmal Eintritt bezahlen. Das staatliche Museum wird durch Spenden und den Fiskus finanziert, eine tolle Sache.
Einziger Nachteil ist die (vor allem in der Battle of Britan und Bomber Hall) relativ dunkle Ausleuchtung. Fotografieren ist hier ohne Stativ nicht ganz einfach und wir möchten uns gleich für die teilweise etwas dunkleren Bilder entschuldigen. Die Dunkelheit ist allerdings beabsichtigt, denn zu helles Licht würde die Oberflächen der über 60 jährigen Orginalmaschinen zu stark beanspruchen, wie mir ein sehr zuvorkommender Museumsangestellter mitteilte.
Sehr nette Menschen, tolle Raritäten und das noch kostenlos; Hendon ist eine Reise wert.
Text und Bilder: © Mathias Grägel / GME-AirFoto GbR 2008
















































