Schwarze Panther zu Gast in Neuburg
155° Gruppo E.T.S. / 50° Stormo
Es hat schon eine gewisse Tradition, dass die 155° Gruppo E.T.S. der Italienischen Luftwaffe, alljährlich im Frühjahr einige ihrer Maschinen zum Training nach Deutschland verlegt. Die 155° Gruppo E.T.S., als Teil der 50° Stormo, ist mit dem Tornado in den Varianten ECR/IDS ausgerüstet und hat seine Heimatbasis in Piacenza, nahe Parma in der Lombardai. In der Regel sind die italienischen Flieger beim, mit dem gleichen Muster ausgerüsteten, JaboG 32 in Lechfeld zu Gast. Da am Lechfelder Flugplatz jedoch nur an zwei Tagen in der Woche geflogen wird, schlug die 155° Gruppo ihr Quartier für zwei Wochen in Neuburg auf. Am 03.03.2008 trafen 6 Tornados in Zell ein, die bis zum 14.03.08 über Süddeutschland trainierten.
Die 155° Gruppo E.T.S. trägt stolz den "Pantere Nere" (deutsch: schwarzer Panther) in ihrem Staffelabzeichen. Als wir am 06.03.2008 die Base in Neuburg besuchten, starteten die Panther mit gleich fünf Maschinen. Leider musste der mitgebrachte sonderbemalte Pantherjet aufgrund eines Triebwerkdefektes am Boden bleiben. Nach dieser ersten Startphase gegen 15.00 Uhr wurde es am Flugplatz kurz ein wenig ruhiger, bevor sich dann die heimischen Fighter in die Lüfte begaben. Nach rund einer Stunde kehrten die Tornados schon wieder nach Zell zurück und setzten nach einem Break über dem Platz, perfekt auf der 27 auf.
Tornados Italien und Eurofighter
Pantherjet
Tornados 155° Gruppo E.T.S.
Die Hausherren in Neuburg: F-4 - Eurofighter JG74
Neben den Gästen aus Italien, flog das JG 74 im normalen Tagesgeschäft mit F-4 und Eurofighter. Die QRA mit zwei F-4 Phantom war ebenfalls in Luft, wie vier zuvor gestartete Eurofighter. Wieder einmal mehr beeindruckte die Steigleistung des Eurofighters im direkten Vergleich zu den wesentlich älteren und trägeren Mustern F-4 und Tornado.
Gegen 17.30 Uhr endete unser Tag in Neuburg. Als die letzten beiden F-4 von ihrem QRA - Einsatz zurückkamen, stand die Sonne schon sehr tief und die Phantom landeten vor einer wundervollen Sonnenuntergangskulisse. Als die Triebwerke in Zell verstummten hatten sich nicht nur die italienischen Piloten ihren Dienst mit Bravur erledigt.
Text: © Mathias Grägel
Bilder: © Mathias Grägel / GME-AirFoto 2008