Wenn der Passatwind über den Kanarischen Inseln auffrischt, liegt das nicht immer nur am Wetter. Über dem weiten Blau des Atlantiks südlich von Gran Canaria entfaltete sich im Oktober 2025 eines der anspruchsvollsten Luftkampfszenarien des Jahres. Mittendrin: die Soldaten und Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 der Luftwaffe aus Neuburg an der Donau. Ocean Sky 2025 markierte nicht nur die bislang größte Ausgabe der Übungsreihe, sondern setzte durch die Teilnahme „exotischer“ Gäste und modernster Tanker-Konzepte neue Maßstäbe in der multinationalen Interoperabilität.
Die Base Aérea de Gando auf Gran Canaria bietet für Jetpiloten all das, was die Kanareninsel sonst für ihre vielen Surfer bereithält: die perfekte Welle für die Sportler, große Abstellflächen und den freien Luftraum darüber für die Jets. Als südlichster NATO-Stützpunkt in Europa hat die Base einen entscheidenden Vorteil: es sind nur wenige Minuten Anflugzeit in das riesige Übungsgebiet über dem offenen Meer (D-Area), das nahezu frei von zivilen Luftverkehrsbeschränkungen oder sonstigen Beschränkungen ist. Hier können Manöver geflogen werden, die über dem dicht besiedelten Mitteleuropa und vor allem in Deutschland undenkbar wären – inklusive Überschallflügen bis knapp über die Wellenkämme und dem Einsatz komplexer elektronischer Kampfführung.
Gando ist Heimat der ALA 46 und deren Escuadrón 462 „Halcones“ mit ihren EF-18A+ „Hornets“ sowie der SAR- und Transportstaffel. Staffelkommandant Major Juan Pedro Ruiz Sobrino erläutert: „Das Wetter auf den Kanaren ist zuverlässig sehr gut und der Luftraum ist weitgehend frei von zivilem Flugverkehr – perfekte Voraussetzungen für intensiven Trainingsflugbetrieb und unsere laufende Großübung Ocean Sky 2025 (OS2025).“ Unter der Leitung der spanischen Ejército del Aire y del Espacio trafen sich von 20. bis 31. Oktober Streitkräfte aus Europa, Nordamerika und erstmals auch aus Asien, um unter realitätsnahen Bedingungen moderne Luftkriegsführung zu trainieren.
Mit der 2025er-Ausgabe erreichte eine der bedeutendsten multinationalen Luftwaffenübungen Europas eine neue Dimension. Mit rund 55 Kampfflugzeugen war es die größte Ausgabe ihrer Geschichte. Die Kapazität der Abstellflächen in Gando stieß an ihre Grenzen. Die Übung, die ihren Ursprung als rein nationales DACT-Training im Jahr 2004 hat, hat sich mit einem hochkomplexen, multinationalen Szenario zu einer festen Größe entwickelt, die zentrale Aspekte moderner Luftoperationen vereint.
Das Szenario der diesjährigen Übung basierte auf einer fiktiven geopolitischen Situation mit drei beteiligten Ländern:
Der Konflikt konzentrierte sich auf ein umstrittenes Ölbecken, wobei die Spannungen über die wertvollen Rohstoffvorkommen in diesem Gebiet eskalierten.
Parallel zu den Luftkämpfen von OS2025 fand auf der Nachbarinsel Lanzarote das European Air Refuelling Training (EART) 2025 statt. Koordiniert durch das European Air Transport Command (EATC), bildete es die logistische und taktische Lebensader von Ocean Sky in der Luft.
Ohne die fliegenden Tankstellen wären die intensiven Missionen über dem Atlantik kaum möglich gewesen. Die deutsche Luftwaffe war hier indirekt über die Multinational MRTT Unit beteiligt, dessen A330-MRTT-Maschinen massiv zum Erfolg beitrugen. Insgesamt wurden während der Übung über 791 Tonnen Treibstoff in der Luft übergeben – deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 600 Tonnen.
Besonders anspruchsvoll war das „Cross-Refuelling“: Deutsche Eurofighter wurden von italienischen KC-767A oder spanischen A400M betankt, während die indischen Sukhois ihre eigenen Verfahren mit den europäischen Tankern harmonisierten. Dies erforderte höchste Präzision und ein tiefes Verständnis der jeweiligen nationalen Prozeduren.
Die wohl größte Überraschung und zugleich das Highlight bei OS2025 war die Teilnahme der Indian Air Force (IAF). Mit vier Sukhoi Su-30MKI setzte Indien ein deutliches Zeichen globaler Präsenz. Es war das erste Mal, dass ein Nicht-NATO-Staat mit russischer Technologie an diesem Format teilnahm – ein Novum für diese Übung und ein bedeutender Schritt in Richtung globaler Kooperation. Gerade diese Konstellation bot einen hohen operativen Mehrwert: NATO-Standardplattformen trafen auf ein modernes, russisches System. Für die beteiligten Crews eröffnete sich damit die seltene Möglichkeit, Leistungsfähigkeit und taktisches Verhalten eines potenziellen Gegners realitätsnah zu analysieren.
Die 2025er-Auflage der Übung zeichnete sich generell durch ein besonders vielfältiges Teilnehmerfeld aus. Neben den Gastgebern aus Spanien und Indien nahmen weitere Luftstreitkräfte aus Deutschland, Portugal, Griechenland und den USA teil.
Ocean Sky 2025 Teilnehmer:
Warum verlegt die Bundeswehr Eurofighter überhaupt über 3.000 Kilometer weit in den Süden, während die Sicherheitslage z.B. an der NATO-Ostflanke angespannt bleibt? Die Antwort liegt in der Qualität der Ausbildung. Die bei OS2025 gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Einsatzbereitschaft für Missionen wie das Air Policing Baltikum oder die Verstärkung der NATO Südflanke (Air Policing Rumänien) ein. Ein junger Neuburger Pilot bringt von Gran Canaria Erfahrungen mit nach Hause, die in den eingeschränkten Übungslufträumen über Bayern schlicht nicht generierbar sind.
Das Ziel von OS2025 ist das Trainieren von Luftüberlegenheitsmissionen im offensiven und defensiven Bereich (OCA/DCA), wobei Gefechte zwischen großen, kombinierten Luftstreitkräften simuliert werden. Diese einmalige Art von Übungen ermöglicht es, die Interoperabilität, die taktische Führung und die Fähigkeit zur internationalen Zusammenarbeit zu verbessern“, erklärte der Exercise Control Director Oberstleutnant Jesús Andrés Margaretto von der spanischen Luftwaffe.
Zudem stärkte die Präsenz des 48th Fighter Wing der US Air Force aus Lakenheath mit seinen F-15E Strike Eagles die transatlantische Bindung innerhalb der NATO. Zum ersten Mal nahm diese spezifische Version der Eagle an Ocean Sky teil, was das Szenario um Komponenten der Luft-Boden-Rolle und fortgeschrittene elektronische Kampfführung erweiterte.
Den amerikanischen Piloten zufolge wurden die wichtigsten Lehren im Nachbesprechungsraum (Debrief Room) gezogen. „Es gab Momente in der Luft, in denen es sich anfühlt, als ob alles ineinandergreift und Sinn ergibt“, sagte Hauptmann (Capt.) Lydia Knutson, Pilotin der 492. FS. „Aber es ist wirklich großartig, wenn wir uns in der Nachbesprechung alle zusammensetzen, diese Momente noch einmal ansehen, darüber sprechen und verstehen können, warum es so gut funktioniert hat oder eben auch nicht. Die Übung bietet einen enormen Mehrwert in Hinblick auf unsere nächsten Kriegseinsätze.“
Major Juan Bengoechea, ein spanischer Eurofighter-Pilot der ALA 14 aus Albacete, fungierte bei der ersten OS2025-Mission als Mission Commander. Seine Aufgabe: 40 Luftfahrzeuge im direkten Duell, aufgeteilt in zwei Teams zu je zwanzig Maschinen zu koordinieren. „Das Ziel dieser Missionen ist es, die spezifischen Stärken und Fähigkeiten der einzelnen Nationen zu bündeln, um den Auftrag gemeinsam zu erfüllen. Es war eine sehr intensive Erfahrung und gleichzeitig eine hervorragende Gelegenheit, das Niveau an Führung und Koordination zu demonstrieren, das die spanische Luftwaffe an der Seite ihrer Verbündeten an den Tag legen kann“, erklärte Major Bengoechea, der mehr als 1.000 Flugstunden auf dem Eurofighter und rund 2.000 Gesamtflugstunden Erfahrung besitzt. „Die größte Herausforderung besteht darin, die Fähigkeiten aller Teilnehmer zu integrieren, individuelle Einschränkungen zu minimieren und die Stärken jeder einzelnen Plattform zu maximieren. Die Durchführung einer COMAO (Combined Air Operations) dieser Größenordnung, mit so vielen verschiedenen Nationen und Luftfahrzeugtypen, erfordert präzise Koordination und entschlossene Führung.“
Die Verlegung nach Gran Canaria über mehrere tausend Kilometer war für das Taktische Luftwaffengeschwader 74 aus Neuburg weit mehr als ein Routine-Training. Mit sechs Eurofightern und rund 85 Soldaten – darunter Piloten, Wartungspersonal und Logistiker – bildeten die „Bavarian Tigers“ den deutschen Beitrag zu OS2025. Der Eurofighter bewies einmal mehr seine Rolle als dominanter Luftüberlegenheitsjäger, der sowohl im Nahkampf (BFM) als auch im BVR-Gefecht (Beyond Visual Range) seine Stärken ausspielen kann.
„Unsere Aufgabe ist die Verteidigung des deutschen oder des NATO-Luftraums, und das lässt sich nur durch kontinuierliches Training erreichen. Als Deutschland werden wir das niemals alleine tun. Wir verlassen uns immer auf unsere Partner und arbeiten zusammen. Hier bei OS2025 können wir auf einem wirklich hohen Niveau gemeinsam mit unseren Partnernationen trainieren“, erklärte der Neuburger Kommandoführer Oberstleutnant Christian Blohm.
Für die Neuburger Piloten bot OS2025 die seltene Gelegenheit, gegen Maschinen russischer Bauart mit Schubvektorsteuerung anzutreten. Die indische Su-30MKI gilt aufgrund ihrer extremen Manövrierfähigkeit als gefährlicher Gegner im direkten Luftkampf. Die Analyse der Flugdaten und der gegenseitige Austausch über Taktiken waren für die deutschen Besatzungen von unschätzbarem Wert, um die Leistungsfähigkeit des eigenen Waffensystems gegenüber Plattformen östlicher Bauart zu validieren. „Es ist trotz seiner Größe ein sehr leistungsfähiges, sehr agiles Flugzeug. Die Russen fliegen auch die Su-30. Genau deshalb ist es für uns so nützlich und wichtig: um diese Maschine kennenzulernen, zu sehen, was sie in der Luft leisten kann und wie sie kämpft, damit wir wiederum die Stärken des Eurofighters optimal ausspielen können“, so „Bigfoot“, einer der Neuburger Piloten.
„Die Sukhois stellen einen unserer potenziellen Hauptgegner dar. Da es sich um ein russisches Flugzeug handelt, ist es für meine Besatzungen wertvoll, es live zu erleben, seine Performance zu erfahren sowie gegen es zu fliegen und zu kämpfen. Natürlich geht es aber nicht nur darum, den Kampfwert der Flanker in verschiedenen Szenarien zu erfahren, sondern auch darum, andere Verfahren eines Nicht-NATO-Staates kennenzulernen und die Kommunikation zu verbessern“, ergänzt Blohm zum Training mit den indischen Partnern.
Ocean Sky 2025 war für die spanischen Gastgeber sowie die Gastnationen gleichermaßen ein logistischer Kraftakt und ein fliegerisches Meisterstück. Es war wohl eine der anspruchsvollsten Übungen des Jahres. Mehr als 650 erfolgreich absolvierte Flugbewegungen markieren das erfolgreiche Ende der Operation und setzen einen weiteren Meilenstein im Ausbildungs- und Trainingsniveau.
Oberstleutnant Margaretto erläutert zum Abschluss die große Verantwortung, die die Rolle des Gastgebers bei OS2025 mit sich bringt: „Unsere Herausforderung besteht darin, alle notwendigen Elemente zu integrieren. Das bedeutet, eine Air Base zu stellen, die mehr als 50 Flugzeuge aufnimmt – mit allem, was dazugehört: Betankungskapazitäten, die Unterbringung der Flugzeuge in Hangars für Wartungsarbeiten, Catering, Sicherheit, SAR-Dienst, Treibstoffe… und ich denke, es wurde hervorragende Arbeit von der ALA 46 geleistet.“ Er fügt hinzu, dass ein Großteil des Flug- und Wartungspersonals mitten im Übergangsprozess eines Waffensystems steckt, da die Piloten derzeit von der F-18 Hornet auf den Eurofighter umrüsten.
Der indische Botschafter in Spanien, Jayant N. Khobragade, war ebenfalls vor Ort anwesend. Er gratulierte dem Team unter der Leitung von Group Captain Dhankar und Group Captain Dhruv zu der akribischen Planung der Mission und ihrer herausragenden Leistung, welche die Tapferkeit der indischen Luftstreitkräfte unter Beweis gestellt habe.
Wenn die Neuburger Eurofighter nun den Heimflug antreten, haben sie nicht nur Salz in den Triebwerken und Sonne im Cockpit, sondern vor allem wertvolle taktische Daten und eine gestärkte Kameradschaft mit ihren Verbündeten im Gepäck. In einer Zeit, in der Luftüberlegenheit über die Sicherheit ganzer Kontinente entscheidet, war OS2025 ein unverzichtbarer Baustein für den Frieden über Europa. „Die Übung ist sehr gut geeignet, junge Luftfahrzeugführer an noch größere Übungen heranzuführen, deswegen werde ich unserem Kommodore, Oberst Jürgen Schönhofer, empfehlen, bei einer entsprechenden Einladung durch die Spanier auch in zwei Jahren wieder teilzunehmen“, zog auch der Neuburger Kommandoführer Blohm ein sehr positives Fazit zu OS2025. ■
■ Bilder & Text: Mathias Grägel / GME-AirFoto GbR Oktober 2025
🇬🇧/🇺🇸:
When the trade wind freshens over the Canary Islands, it is not always just down to the weather. Over the vast blue of the Atlantic south of Gran Canaria, one of the most demanding air combat scenarios of the year unfolded in October 2025. Right in the thick of it: the personnel and Eurofighters of the German Air Force’s Taktisches Luftwaffengeschwader 74 (Tactical Air Wing 74) from Neuburg an der Donau. Ocean Sky 2025 marked not only the largest iteration of the exercise series to date but also set new standards in multinational interoperability through the participation of „exotic“ guests and state-of-the-art aerial refueling concepts.
Gando Air Base (Base Aérea de Gando) on Gran Canaria offers jet pilots everything the Canary Island otherwise holds in store for its many surfers: the perfect wave for the athletes, and expansive aprons paired with unrestricted airspace above for the jets. As NATO’s southernmost base in Europe, it boasts a decisive advantage: transit time is just a few minutes into the massive training area over the open sea (D-Area), which is virtually free of civil air traffic or other restrictions. Here, maneuvers can be flown that would be unthinkable over densely populated Central Europe—and particularly in Germany—including supersonic flights just above the crests of the waves and the employment of complex electronic warfare.
Gando is home to ALA 46 and its Escuadrón 462 „Halcones“, operating the EF-18A+ „Hornet“, alongside the SAR and transport squadron. Squadron Commander Major Juan Pedro Ruiz Sobrino explains: „The weather in the Canaries is reliably excellent and the airspace is largely clear of civilian air traffic—perfect conditions for intensive flight training operations and our ongoing major exercise Ocean Sky 2025 (OS2025).“ Under the direction of the Spanish Air and Space Army (Ejército del Aire y del Espacio), armed forces from Europe, North America, and, for the first time, Asia gathered from October 20 to 31 to train in modern air warfare under highly realistic conditions.
The 2025 iteration propelled one of Europe’s premier multinational air force exercises into a new dimension. Deploying around 55 combat aircraft, it was the largest edition in its history, pushing Gando’s ramp capacity to its limits. What began as a purely national DACT (Dissimilar Air Combat Training) exercise in 2004 has evolved into a staple of the international training calendar, combining core aspects of modern air operations within a highly complex, multinational scenario.
This year’s exercise scenario was built around a fictitious geopolitical situation involving three countries. The conflict centered on a disputed oil basin, with tensions escalating over the valuable resource deposits in the area.
In parallel with the air combat missions of OS2025, Lanzarote hosted European Air Refuelling Training (EART) 2025 on the neighboring island. Coordinated by the European Air Transport Command (EATC), it served as the logistical and tactical lifeline for Ocean Sky in the air.
Without these flying gas stations, the high-intensity missions over the Atlantic would have been virtually impossible. The German Air Force (Luftwaffe) was indirectly involved via the Multinational MRTT Unit (MMU) framework, whose A330 MRTT aircraft contributed massively to the success of the exercise. In total, over 791 tons of fuel were transferred mid-air during the exercise—significantly exceeding the originally planned 600 tons.
„Cross-refueling“ proved particularly demanding: German Eurofighters took fuel from Italian KC-767As or Spanish A400Ms, while the Indian Sukhois harmonized their own procedures with the European tankers. This demanded maximum precision and a profound understanding of each nation’s specific protocols.
Arguably the biggest surprise and the undeniable highlight of OS2025 was the participation of the Indian Air Force (IAF). Deploying four Sukhoi Su-30MKIs, India sent a clear signal of global presence. It marked the first time a non-NATO state utilizing Russian technology participated in this format—a novelty for the exercise and a major step toward global cooperation. This specific constellation provided immense operational value: NATO standard platforms went head-to-head with a modern, Russian-designed system. For the participating crews, this opened up a rare opportunity to analyze the performance and tactical behavior of a potential adversary in a highly realistic environment.
The 2025 edition of the exercise featured an exceptionally diverse field of participants. Alongside the hosts from Spain and India, air forces from Germany, Portugal, Greece, and the USA took part.
Why does the Bundeswehr deploy Eurofighters more than 3,000 kilometers to the south when the security situation, for example on NATO’s eastern flank, remains tense? The answer lies in the quality of training. The insights gained during OS2025 feed directly into operational readiness for missions such as Air Policing Baltikum or reinforcing NATO’s southern flank (Air Policing Romania). A young pilot from Neuburg returns from Gran Canaria with experience that simply cannot be replicated within the restricted training airspaces over Bavaria.
„The objective of OS2025 is to train offensive and defensive counter-air missions (OCA/DCA), simulating engagements between large, combined air forces. This unique type of exercise makes it possible to enhance interoperability, tactical leadership, and the capacity for international cooperation,“ explained the Exercise Control Director, Lieutenant Colonel Jesús Andrés Margaretto of the Spanish Air Force.
Furthermore, the presence of the US Air Force’s 48th Fighter Wing from Lakenheath with its F-15E Strike Eagles strengthened transatlantic ties within NATO. This marked the first time this specific variant of the Eagle took part in Ocean Sky, expanding the scenario to include air-to-ground components and advanced electronic warfare.
According to the American pilots, the most vital lessons were learned in the debrief room. „There were moments in the air where it feels like everything clicks and makes sense,“ said Captain (Capt.) Lydia Knutson, a pilot with the 492nd FS. „But it’s really great when we all sit down together in the debrief, look back at those moments, talk through them, and understand why it worked so well or why it didn’t. The exercise offers tremendous value with a view toward our next combat deployments.“
Major Juan Bengoechea, a Spanish Eurofighter pilot from ALA 14 in Albacete, served as Mission Commander for the first OS2025 mission. His task: coordinating 40 aircraft in a direct duel, split into two teams of twenty. „The idea of these missions is to take the specific strengths and capabilities that every nation possesses in order to pool them together for the task. It was a very intense experience and, at the same time, an excellent opportunity to demonstrate the level of leadership and coordination that the Spanish Air Force can exercise alongside its allies,“ explained Major Bengoechea, who has logged over 1,000 hours on the Eurofighter and has around 2,000 total flying hours of experience. „The biggest challenge is integrating the capabilities of all participants, minimizing individual constraints, and maximizing the strengths of each platform. Running a COMAO (Combined Air Operations) of this scale, with so many different nations and aircraft types, requires precise coordination and decisive leadership.“
The deployment to Gran Canaria over several thousand kilometers was far more than a routine training event for Tactical Air Wing 74 from Neuburg. With six Eurofighters and around 85 personnel—including pilots, maintenance crews, and logisticians—the „Bavarian Tigers“ formed the German contribution to OS2025. The Eurofighter once again proved its role as a dominant air superiority fighter, capable of playing to its strengths in both within-visual-range (BFM) dogfights and beyond-visual-range (BVR) engagements.
„Our task is the defense of German or NATO airspace, and this can only be achieved through continuous training. As Germany, we will never do it alone. We always rely on our partners and work together. Here at OS2025, we can train at a truly high level alongside our partner nations,“ stated the Neuburger Detachment Commander, Lieutenant Colonel Christian Blohm.
For the Neuburg pilots, OS2025 offered a rare opportunity to go up against Russian-built aircraft equipped with thrust-vector control. Due to its extreme maneuverability, the Indian Su-30MKI is considered a highly dangerous adversary in close-in combat. The analysis of flight data and the mutual exchange regarding tactics were invaluable to the German crews in validating the performance of their own weapon system against Eastern-designed platforms. „Despite its size, it is a very capable, very agile aircraft. The Russians also fly the Su-30. That is precisely why it is so useful and important for us: to get to know this aircraft, see what it can do in the air, and how it fights, in order to leverage the strengths of the Eurofighter,“ noted „Bigfoot,“ one of the Neuburg pilots.
„The Sukhois represent one of our potential primary adversaries. Since it is a Russian aircraft, it is valuable for my crews to see it live, experience its performance, and fly and fight against it. Naturally, it’s not just about experiencing the combat capability of the Flanker in various scenarios, but also about getting to know the different procedures of a non-NATO state and improving communication,“ Blohm added regarding the training with their Indian partners.
Ocean Sky 2025 was both a logistical tour de force and a masterclass in aviation for the Spanish hosts and guest nations alike. It stands as one of the most demanding exercises of the year. More than 650 successfully completed sorties marked the successful conclusion of the operation, establishing yet another milestone in training and operational standards.
In closing, Lieutenant Colonel Margaretto highlighted the immense responsibility that comes with hosting OS2025: „Our challenge lies in integrating all the necessary elements. That means providing an air base capable of absorbing more than 50 aircraft—along with everything that entails: refueling capabilities, housing aircraft in hangars for maintenance, catering, security, SAR services, fuel supplies… and I think ALA 46 did an outstanding job.“ He added that a large portion of the flight and maintenance personnel are currently in the middle of a fleet transition, as pilots are converting from the F-18 Hornet to the Eurofighter.
The Indian Ambassador to Spain, Jayant N. Khobragade, was also present on-site. He congratulated the team led by Group Captain Dhankar and Group Captain Dhruv on the meticulous planning of the mission and their exceptional performance, which effectively demonstrated the prowess of the Indian Air Force.
As the Neuburg Eurofighters head home, they carry not just salt in their engines and sun in their cockpits, but above all, invaluable tactical data and strengthened camaraderie with their allies. In an era where air superiority dictates the security of entire continents, OS2025 proved to be an indispensable building block for peace over Europe. „The exercise is highly effective at introducing young aviators to large-scale exercises. Therefore, I will recommend to our Wing Commander (Kommodore), Colonel Jürgen Schönhofer, that we participate again in two years‘ time should we receive an invitation from the Spaniards,“ concluded Detachment Commander Blohm, striking a highly positive note on OS2025. ■