Portugal in Form der 301. Squadron „Jaguares“ war 2025 Ausrichter des NATO Tiger Meets. In Beja kamen ca. 80 Kampfjets, Aufklärer und Helikopter aus über zehn Ländern zusammen, um moderne Luftkriegsoperationen zu trainieren. Auch Deutschland war durch die Luftwaffe und Marine stark vertreten. Den Silver Tiger Award gewann die Schweizer Staffel 11 in ihrem Jubiläumsjahr.
Die NATO Tiger Association traf sich 2025 für ihre gemeinsame militärische Großübung von Verbänden aus NATO-Mitgliedsstaaten und befreundeten PfP-Ländern (Partnership for Peace) in der südportugiesischen Region Alentejo. Nach nur vier Jahren kehrte das NATO Tiger Meet (NTM) wieder auf die Iberische Halbinsel zurück. Die letzte Ausgabe dort war ursprünglich für 2020 geplant und wurde aufgrund der Covid-19 Pandemie erst ein Jahr später abgehalten. Die Esquadra 301 „Jaguares“ lud die Tiger Community vom 21. September bis 03. Oktober 2025 auf die BA11 (Base Aérea N°11) nach Beja ein. Ihre Heimat hat die Staffel regulär auf der BA5 Monte Real an der Atlantikküste. Der wesentlich größere Flugplatz mit mehr Stellflächen und die schneller zu erreichenden Lufträume sprachen jedoch für Beja als temporäre Heimat der Tiger. Der Standort wurde in den 1960er Jahren maßgeblich mit deutschen Geldern aufgebaut und diente über drei Jahrzehnte als einer der wichtigsten Ausbildungsstandorte der Luftwaffe im Ausland. Generationen von deutschen Piloten wurden im wettersicheren Portugal auf dem F-104 Starfighter, Fiat G.91 und dem Alpha Jet geschult. Das dortige Taktische Ausbildungskommando der Luftwaffe zog erst 1993 ab.
Die Abwicklung der umfassenden Organisation wird durch die jeweilige, gastgebende Tigerstaffel selbst durchgeführt. Zu den größten Herausforderungen bei der Ausrichtung einer Übung dieser Größe zählt dabei die Logistik. Rund 1700 Soldaten waren für zwei Wochen zu Gast, mussten untergebracht und verpflegt werden. Dazu kamen Container mit Material, zu stellende IT–Infrastruktur, Wartungsmöglichkeiten und nicht zuletzt die notwendigen Stellplätze für die Luftfahrzeuge. Aus 12 Nationen reisten die Tiger-Staffeln an und so waren inklusive der Gastgeber ca. 80 Kampfflugzeuge, Aufklärer und Hubschrauber involviert. Die portugiesische Armee stellte erhebliche weitere Kräfte zur Unterstützung der Übung bei. Dabei kamen fast alle Luftfahrzeuge und Staffeln im Inventar zum Einsatz.
Das deutsche Kontingent bestand in diesem Jahr aus Tigerstaffeln bzw. Einheiten der Luftwaffe und Marine. Die zivile GFD GmbH stellte dazu einen Learjet. Das Taktische Luftwaffengeschwader 51 (TaktLwG 51) aus Schleswig-Jagel beteiligte sich mit sieben IDS/ECR Tornados unter dem Motto „Desert Tiger“. Aus Wunstorf kam ein A400M vom Lufttransportgeschwader 62 für die Luftbetankungsrolle. Er war hauptsächlich bei der morgendlichen COMAO involviert. Nach der Premiere vor einem Jahr in Jagel war es für die 3. Staffel „Navy Tigers“ des Marinefliegergeschwaders 5 (MFG5) aus Nordholz erst die zweite Teilnahme an einem NTM. Die beiden Westland Sea Lynx Mk88A wurden mit einer Antonov AN124 nach Portugal verlegt. Die Zeit des britischen Helikopters neigt sich bei der Marine allerdings dem Ende entgegen. Schon Ende 2026 ist Schluss beim MFG 5, die Hubschrauber gehen anschließend über England in die Ukraine. Kommandoführerin und Staffelkapitänin FKpt Z. bekundete in Beja das große Interesse der Navy Tigers an der Übung und der NTA: „Interoperabilität im internationalen Verbund sowie national mit den Teilstreitkräften Luftwaffe und Heer werden immer wichtiger. Hier bietet das NTM hervorragende Trainingsmöglichkeiten. Die Vollmitgliedschaft in der NTA ist unser angestrebtes Ziel.“ Die Staffel erhielt in Beja den Status „Probationary Member“. Der Rest wird sicher bald folgen, trägt der zukünftige Lynx Nachfolger den Tiger bereits im Namen: der NH90 NFH Sea Tiger.
Das typische Programm des NTM beginnt mit der Ankunft der Teilnehmer, Briefings und einer Eröffnungszeremonie, bei der die Flaggen aller teilnehmenden Nationen gehisst werden. Am Wochenende finden die Tiger Games statt, ein Event mit einer Mischung aus Sport und Unterhaltung. Der geplante Open Day für die breite Öffentlichkeit wurde leider kurz vor der Übung abgesagt. Des Weiteren sind Socialevents wie die „International Night“ auf dem Schedule. Während der zwei Übungswochen steht jedoch intensiver Übungsflugbetrieb an erster Stelle. Das NTM bietet eine Plattform für operatives Training auf höchstem Niveau. In einem simulierten Einsatzszenario werden diverse Typen von Luftfahrzeugen mit unterschiedlichen Aufgaben zusammen eingesetzt. Dazu gehören Jagdbomber, Jagdflugzeuge, Aufklärer ebenso wie Hubschrauber für bewaffnete Luftrettung und Frühwarnflugzeuge. Die Missionen orientierten sich dabei an solchen, wie sie im echten Einsatz vorkommen werden. Hauptsächlich sind dies Luftoperationen im Verbund, bei denen Ziele am Boden angegriffen oder abgeschossene Besatzungen aus dem Feindesland zurückgeholt werden.
Diese Missionen ermöglichen heutzutage eine Maximierung des operativen Trainingswertes in fordernden Multi-Domain-Szenarien. Unter Multi-Domain Operations verstehen Militärs die Vernetzung von Einsätzen über alle fünf Dimensionen hinweg: Land, Luft, See, Weltraum und Cyberraum. Ziel ist es, durch die Kombination von Daten und Kräften aus allen Bereichen eine Überlegenheit zu erzielen, die über die reine Luftkriegführung hinausgeht. Erstmalig wurde beim NTM die Dimension „Space“ nicht nur simuliert, sondern operativ durch den Einsatz realer Weltraumaufklärung in das taktische Szenario eingebunden. Ein besonderes Merkmal war hier die innovative Integration hochauflösender Satellitendaten, die vom Space Operations Center der portugiesischen Luftwaffe aufbereitet wurden. Diese Bilder unterstützen die Missionen durch bspw. Zielinformationen von sich bewegenden Fahrzeugen in Nahezu-Echtzeit. In Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen CTI Aerospace, ICEYE und Geosat wurde eine spezialisierte Zelle für weltraumgestützte Aufklärung (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance – ISR) etabliert. Ihre Aufgabe besteht darin, die Rohdaten in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln und so ein präzises, aktuelles und missionsrelevantes Lagebild zu erstellen. Indem dieses Wissen direkt an die Einheiten vor Ort weitergegeben wird, beschleunigt die ISR-Zelle die Koordination zwischen den verschiedenen Befehlsebenen.
Insgesamt wurden in den beiden Übungswochen von den Teilnehmern bei ca. 830 Flügen über 1500 Stunden erflogen. Für die komplexe Composite Air Operations (COMAO) Mission am Vormittag sowie die „Shadow Wave“ am Nachmittag boten die Gegebenheiten vor Ort ideale Bedingungen. Die großen Übungsgebiete befanden sich über das ganze portugiesische Festland verteilt. Bestes südeuropäisches Spätsommerwetter tat sein Übriges bei. Temperaturen bis zu 30° und ein (fast) wolkenfreier Himmel für zwei Wochen waren aber auch für die Region und Jahreszeit eine Ausnahme. Die wenigen Minuten der Freizeit am Wochenende wurden von den vielen Soldaten genutzt, um Land und Leute näher zu entdecken. Die traumhafte Algarveküste oder die Hauptstadt Lissabon lagen nur knappe zwei Autostunden entfernt und boten genügend Angebote zur Erholung.
Zurück zum harten Übungsalltag. Das morgendliche COMAO Szenario bei dem sehr komplexe, verbundene Luftkriegsoperationen mit bis zu 60 Teilnehmern geübt wurden, wird durch den Mission Commander geplant. Im Fokus für das Training steht vor allem die Planung einer derart komplexen Mission mit großer Anzahl an Luftfahrzeugen in verschiedenen Rollen in multinationalem Umfeld. Jede Mission setzt eine mehrstündige Planung am Vortag voraus, bei welcher der täglich wechselnde Mission Commander die ihm zur Verfügung stehenden Kräfte optimal ausnutzen soll. Der große Vorteil ist hierbei, dass alle Teilnehmer vor und nach dem eigentlichen Flug am gleichen Ort versammelt sind, um die Briefings direkt zusammen auszuwerten und voneinander zu lernen. Die Darstellung feindlicher Kräfte, die sogenannte „Red Air“ Komponente, stellten die Teilnehmer abwechselnd selbst. Neben den Gastgebern mit ihren F-16 war hier vor allem das Bundesheer stark vertreten. Das Überwachungsgeschwader mit seinen Eurofightern entschied sich bewusst dafür, in der Red Air Rolle Erfahrungen zu sammeln.
Bei der „Shadow Wave“ am Nachmittag mit bis zu 40-50 Starts steht das individuelle Training der einzelnen Staffeln im Vordergrund. Tiefflug, Abfang- oder Luftkampfmanöver in kleineren Rahmen (2 vs. 2 oder 4 vs. 4) nach individueller Absprache stehen auf dem Programm. Bei diesen DACT (Dissimilar Air Combat Training) Missionen flogen unterschiedliche Flugzeugtypen gegeneinander BFM Missions, z.B. nahm es eine tschechische Gripen (1 vs. 2) mit zwei italienischen Eurofightern auf. Jede Staffel hatte, sofern beim jeweiligen Flugzeugtyp vorhanden, auch einen Doppelsitzer dabei, um so Piloten der anderen Nationen und Muster auch die Gelegenheit für gegenseitige Mitflüge im jeweils anderen Jet zu ermöglichen.
Der Gastgeber in Form von Oberst Joel Pais zog am Medientag sichtlich stolz ein positives Feedback. Als Exercise Controller war er für die sichere Durchführung der Übung verantwortlich. „Übungen wie das NATO Tiger Meet sind nicht nur für die Einsatzbereitschaft von entscheidender Bedeutung, sondern auch eine Gelegenheit, die Stärke der internationalen Zusammenarbeit und der NATO zu demonstrieren“, erläuterte Pais. „Durch die gemeinsame Bewältigung dieser Herausforderungen wird nicht nur das gegenseitige Vertrauen unter den Bündnispartnern gestärkt, sondern auch die gezielte Harmonisierung und Weiterentwicklung von Techniken, Taktiken und Verfahren (TTPs) innerhalb der NATO Partner gefördert. Die Erfahrungen, die wir beim NTM 2021 gesammelt hatten, haben uns bei der Organisation und Durchführung in diesem Jahr sehr geholfen.“
Auch wenn der Fokus oft auf den Jets liegt zeigt folgendes Missionsbeispiel wie interoperabel die Missionen sind. Die Hubschrauber der 552. Staffel „Angões“ und der 751. Staffel „Pumas“ führten in enger Kooperation mit TAC-Einheiten (Tactical Air Control) eine komplexe Mission zum Konvoi-Geleitschutz durch. In diesem Szenario sicherten je ein portugiesischer AW119 Koala & EH-101 Merlin im Verbund mit je einem französischen EC665 Tiger & deutschen Lynx die Verlegung eines bodengebundenen Fahrzeugverbands. Die eingesetzten Hubschrauber gewährleisteten dabei entscheidende taktische Vorteile: Sie übernahmen die vorauslaufende Aufklärung der Route, die Identifizierung unmittelbarer Bedrohungen sowie den aktiven Schutz des Konvois während der Bewegung. Die hohe Relevanz eines solchen „Convoy Escort“-Trainings ergibt sich aus der operativen Notwendigkeit, Personen oder Material von hohem militärischem Wert beziehungsweise hoher Geheimhaltungsstufe sicher durch gefährdetes Gebiet zu transportieren. Ergänzend zu den Hubschraubern wurde die Mission durch einen italienischen Eurofighter Typhoon unterstützt, der taktische Luftnahunterstützung (Close Air Support) leistete. Dessen Luftbetankung übernahm ein A330 MRTT der NATO MMU (Multinational Multi Role Tanker Transport Unit). Für das Lagebild sorgte die französische E-2 Hawkeye.
Es waren zwei intensive Wochen der Ausbildung, gemeinsamer und kombinierter Operationen, die in einer Abschlusszeremonie gipfelten. Dort werden traditionell die Auszeichnungen verliehen. Die Silver Tiger Trophy ging 2025 im Jubiläumsjahr ihres 100-jährigen Bestehens an die Staffel 11 aus der Schweiz. Die F/A-18 Hornet mit der Kennung J-5002 der Meiringer Staffel erhielt eine neue Tiger Folierung. Das Design stammt vom Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter und trägt den Namen „Zwei Eis of the Tiger“. Dabei handelt es sich um ein Wortspiel des schweizerdeutschen Wortes „Eis“, für Eins und dem englischen Wort „Eyes“. Beide Wörter werden im Dialekt quasi gleich ausgesprochen. So ist es wohl auch kein Zufall, dass die Hornet J-5002 gewählt wurde. Die beiden „Einsen“ im Tail ergeben im richtigen Winkel die „11“. Tigeraugen zieren die Rückseite der Tails.
Für die „Best Ops“ wurde das TaktLwG 51 ausgezeichnet. Der Special Tiger Spirit Award wurde der 6.elt verliehen. Die Polen hatten erst kurz vor der Übung den tödlichen Absturz ihres Displaypiloten „SLAB“ beim Training zur Radom Airshow zu verkraften. Eine Absage des NTM wäre mehr als verständlich gewesen, trotzdem nahm die Staffel teil und brachte auch die Tiger Demo Team F-16 zu Ehren von SLAB mit nach Beja.
Den Preis für die schönste Tigerlackierung gewannen die Gastgeber mit ihrer wunderschönen F-16 „15107“ in Volllackierung selbst. Natürlich sind die verschiedenen Tiger Designs in Art und Umsetzung immer auch Geschmacksache. Für das vom portugiesischen Künstler Nark Pinhão entworfene Design und vor allem die arbeitsintensive Umsetzung gab es von allen Seiten nur Lob und Anerkennung. Die Viper war mehr als eine normale Tigerlackierung, sie war ein wirkliches Kunstwerk! Wie immer in Portugal wurde sie exklusiv für das NTM gestaltet und flog nur während der beiden Übungswochen in diesem Design.
Im nächsten Jahr wird das NTM dann nach 2022 wieder in Griechenland stattfinden. Die 335 MIRA in Araxos ist vom 04. bis 15. Mai 2026 Gastgeber für die Tiger Staffeln der NTA. Für 2027 könnte erneut die 36° Stormo in Gioia del Colle in Italien übernehmen. ■
Tiger – Tiger – Tiger!!!
■ Bilder & Text: Mathias Grägel / GME-AirFoto GbR Oktober 2025
🇬🇧/🇺🇸:
Hosted by the 301st Squadron „Jaguares,“ Portugal welcomed the NATO Tiger Meet (NTM) in 2025. Approximately 80 combat aircraft, reconnaissance assets, and helicopters from over ten nations converged on Beja to train in modern air warfare operations. Germany maintained a strong presence with assets from both the Luftwaffe and the German Navy. The prestigious Silver Tiger Award was claimed by the Swiss Squadron 11 in their centennial year.
In 2025, the NATO Tiger Association gathered for its joint large-scale military exercise involving units from NATO member states and friendly Partnership for Peace (PfP) nations in the Alentejo region of southern Portugal. The NTM returned to the Iberian Peninsula after just four years; the previous Portuguese edition, originally scheduled for 2020, was delayed by a year due to the Covid-19 pandemic.
From September 21 to October 3, 2025, Esquadra 301 „Jaguares“ welcomed the Tiger Community to BA11 (Base Aérea N°11) in Beja. Although the squadron is permanently based at BA5 Monte Real on the Atlantic coast, Beja was selected as the temporary „Tiger’s Lair“ due to its significantly larger tarmac capacity and closer proximity to training airspaces. The location has historical significance for Germany; built largely with German funding in the 1960s, it served for over three decades as a primary foreign training hub for the Luftwaffe. Generations of German pilots were trained in the weather-secure skies of Portugal on the F-104 Starfighter, Fiat G.91, and Alpha Jet, until the Luftwaffe’s Tactical Training Command withdrew in 1993.
The immense organizational task was handled by the host Tiger squadron itself. Logistics proved to be one of the greatest challenges for an exercise of this magnitude. Approximately 1,700 personnel required accommodation and messing for the two-week duration. Additionally, the base had to accommodate material containers, IT infrastructure, maintenance facilities, and parking positions for the aircraft. Tiger squadrons from 12 nations participated, bringing the total count to roughly 80 fixed-wing and rotary-wing assets. The Portuguese Army provided significant additional forces to support the exercise, with nearly every aircraft type and squadron in the Portuguese inventory seeing action.
The German contingent this year comprised Tiger squadrons and units from the Luftwaffe and the Navy, supported by a Learjet from civil contractor GFD GmbH. The Tactical Air Wing 51 (TaktLwG 51) from Schleswig-Jagel participated with seven IDS/ECR Tornados under the „Desert Tiger“ theme. An A400M from Air Transport Wing 62 (Wunstorf) provided air-to-air refueling support, primarily during the morning COMAO waves.
Following their premiere appearance in Jagel a year prior, this marked only the second NTM participation for the 3rd Squadron „Navy Tigers“ of Naval Air Wing 5 (MFG 5) from Nordholz. Two Westland Sea Lynx Mk88A helicopters were airlifted to Portugal via Antonov An-124. However, the era of this British-built helicopter in German service is drawing to a close. Operations at MFG 5 will cease by the end of 2026, after which the airframes are slated for transfer to Ukraine via the UK. Commander and Squadron Captain FKpt Z. emphasized the Navy Tigers‘ commitment to the exercise and the NTA in Beja: „Interoperability within the international coalition, as well as nationally with the Luftwaffe and Army, is becoming increasingly vital. The NTM offers outstanding training opportunities in this regard. Full membership in the NTA is our declared goal.“ The squadron was granted „Probationary Member“ status in Beja. Full membership is expected to follow soon, especially as the Lynx successor already bears the predator in its name: the NH90 NFH Sea Tiger.
The standard NTM syllabus began with arrivals, briefings, and an opening ceremony where all participating national flags were hoisted. The weekend featured the traditional Tiger Games, blending sports and entertainment, though the planned public Open Day was cancelled shortly before the exercise. Social events, such as the „International Night,“ rounded out the schedule. However, during the two operational weeks, intensive flight operations took precedence. The NTM provides a platform for operational training at the highest level. In simulated combat scenarios, diverse aircraft types perform integrated tasks, ranging from fighter-bombers, air superiority fighters, and reconnaissance platforms to armed search and rescue (CSAR) helicopters and AEW&C assets. Missions were designed to replicate real-world combat conditions, focusing primarily on Composite Air Operations (COMAO) involving ground strikes or the extraction of downed aircrew from hostile territory.
These missions now maximize operational training value through challenging Multi-Domain scenarios. Military planners define Multi-Domain Operations as the networking of engagement capabilities across all five dimensions: Land, Air, Sea, Space, and Cyber. The objective is to achieve superiority beyond mere air warfare by combining data and forces from all domains.
For the first time at an NTM, the „Space“ dimension was not merely simulated but operationally integrated into the tactical scenario using real-world space-based reconnaissance. A key feature was the innovative integration of high-resolution satellite data processed by the Portuguese Air Force’s Space Operations Center. These images supported missions by providing, for example, target information on moving vehicles in near real-time. In cooperation with partner companies CTI Aerospace, ICEYE, and Geosat, a specialized Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance (ISR) cell for space-based assets was established. Its mandate was to convert raw data into actionable intelligence, creating a precise, current, and mission-relevant operational picture. By disseminating this knowledge directly to units in the field, the ISR cell accelerated coordination between various command levels.
In total, participants logged over 1,500 flight hours across approximately 830 sorties during the two-week period. Conditions were ideal for the complex morning COMAO missions and the afternoon „Shadow Wave.“ The large training areas were distributed across the entire Portuguese mainland, supported by exceptional southern European late-summer weather. Temperatures reaching 30°C and nearly cloudless skies for two weeks were exceptional even for the region and season. The limited free time on weekends allowed the troops to explore the country, with the stunning Algarve coast and the capital, Lisbon, located just a two-hour drive away.
Returning to the operational tempo: The morning COMAO scenario, practicing complex joint air operations with up to 60 participants, is planned by a Mission Commander. Training focuses heavily on the planning phase of such complex missions involving a vast number of aircraft in various roles within a multinational environment. Each mission requires several hours of planning the previous day, during which the rotating Mission Commander must optimize available forces. A significant advantage of the NTM is that all participants are co-located before and after the flights, allowing for immediate joint debriefings and shared learning.
Hostile forces, the so-called „Red Air“ component, were provided rotationally by the participants themselves. Alongside the host F-16s, the Austrian Armed Forces (Bundesheer) maintained a strong presence. The Austrian Surveillance Wing, with its Eurofighters, made a conscious decision to gain experience primarily in the Red Air role.
The afternoon „Shadow Wave,“ featuring 40–50 sorties, focused on individual squadron training. The program included low-level flying, intercept procedures, and Basic Fighter Maneuvers (BFM) in smaller setups (2v2 or 4v4) based on individual agreements. In these Dissimilar Air Combat Training (DACT) missions, different aircraft types faced off—for example, a Czech Gripen (1v2) engaging two Italian Eurofighters. Whenever available for the specific aircraft type, squadrons utilized twin-seat variants to offer pilots from other nations the opportunity for exchange flights in different airframes.
On Media Day, host Colonel Joel Pais offered visibly proud positive feedback. As Exercise Controller, he was responsible for the safe execution of the event. „Exercises like the NATO Tiger Meet are crucial not only for operational readiness but also as an opportunity to demonstrate the strength of international cooperation and NATO,“ explained Pais. „Overcoming these challenges together not only strengthens mutual trust among allies but also promotes the targeted harmonization and development of Techniques, Tactics, and Procedures (TTPs) within NATO partners. The experience we gathered during NTM 2021 was instrumental in organizing and executing this year’s edition.“
While attention often focuses on fast jets, the following mission example highlights the interoperability of the exercise. Helicopters from the 552nd Squadron „Angões“ and the 751st Squadron „Pumas“ conducted a complex convoy escort mission in close cooperation with Tactical Air Control (TAC) parties. In this scenario, a Portuguese AW119 Koala and EH-101 Merlin, combined with a French EC665 Tiger and a German Lynx, secured the movement of a ground vehicle convoy. The helicopters provided decisive tactical advantages: performing route reconnaissance, identifying immediate threats, and actively protecting the convoy during transit. The high relevance of such „Convoy Escort“ training stems from the operational necessity to safely transport high-value military personnel or classified material through contested territory. Complementing the rotary-wing assets, the mission was supported by an Italian Eurofighter Typhoon providing Close Air Support (CAS), with air-to-air refueling provided by an A330 MRTT from the NATO MMU. A French E-2 Hawkeye provided the air picture and command and control.
Two intensive weeks of training, joint, and combined operations culminated in a closing ceremony where awards are traditionally presented. The Silver Tiger Trophy for 2025 was awarded to Squadron 11 from Switzerland in celebration of their 100th anniversary. The Meiringen-based squadron’s F/A-18 Hornet (J-5002) received a new Tiger livery designed by Swiss light artist Gerry Hofstetter, titled „Zwei Eis of the Tiger.“ The name is a pun on the Swiss German word for „one“ (Eis) and the English word „Eyes,“ which are pronounced almost identically in the dialect. It is likely no coincidence that Hornet J-5002 was chosen, as the two „ones“ on the tail form an „11“ when viewed at the correct angle. Tiger eyes adorn the reverse side of the vertical stabilizers.
Tactical Air Wing 51 (Germany) was awarded „Best Ops.“ The Special Tiger Spirit Award went to the 6th ELT. The Polish unit had suffered the tragic loss of their display pilot „SLAB“ during training for the Radom Air Show shortly before the exercise. While a cancellation would have been understandable, the squadron attended, bringing the Tiger Demo Team F-16 to Beja in honor of SLAB.
The award for the Best Tiger Livery was won by the hosts themselves with their stunning full-scheme F-16 „15107.“ While Tiger designs are always a matter of personal taste, the design by Portuguese artist Nark Pinhão, and particularly its labor-intensive application, received universal praise. The Viper was more than a standard Tiger livery; it was a genuine work of art. As is tradition in Portugal, it was designed exclusively for the NTM and flew in this scheme only during the two exercise weeks.
Next year, the NTM will return to Greece for the first time since 2022. The 335 MIRA in Araxos will host the NTA Tiger Squadrons from May 4–15, 2026. ■